Simon Boccanegra - CD REVIEW, 27. Mai 2015

“In der Darstellung des Baritons Marco Caria ist der Bösewicht Paolo Albiani eine dämonische Figur, die durch die charmante Art, mit der er das Böse anspricht, noch gefährlicher wird. Im Prolog der Oper gibt Caria das Allegro moderato “L'atra magion vedete?... de’ Fieschi è l'empio ostello” mit einer fast reptilienhaften Gerissenheit wieder und führt seine aufrührerischen Intrigen mit fester Intonation und gleichmäßiger Intensität durch.
Im Duett mit Fiesco im zweiten Akt singt er “Me stesso ho maledetto!” mit großem Elan.

Bei diesem Paulus gibt es weder Reue noch Gewissensbisse, als er zu seiner verdienten Hinrichtung geführt wird - außer die eines Mannes, der nicht so viel Böses getan hat, wie er es sich gewünscht hätte.
Der Name Caria muss unbedingt in Erinnerung bleiben”.

Original:

“Dargestellt von Bariton Marco Caria, Der böse Paolo Albiani ist ein dämonischer Kerl, der umso gefährlicher ist, als er das Böse so attraktiv klingen lässt. Im Prolog der Oper singt er das Allegro moderato ‘L'atra magion vedete... de’ Fieschi è l'empio ostello’ mit reptilienhafter Verschlagenheit, und er führt seine aufrührerischen Geschäfte mit solider Intonation und unerbittlicher Intensität durch. Im Duett mit Fiesco im zweiten Akt singt er energisch ‘Me stesso ho maledetto!’. Es gibt kein Bedauern oder Reue in diesem Paolo, als er zu seiner wohlverdienten Hinrichtung geführt wird, es sei denn, es handelt sich um einen Mann, der nicht so viel Unheil angerichtet hat, wie er hätte anrichten können. Auch Caria ist ein Name, den man sich merken sollte”.

Joseph Newsome, Voix des Arts

“Eine der beiden wichtigen Baritonpartien - die des Paolo - wird von Marco Caria, einem jungen Italiener, der in Wien und darüber hinaus viel Aufmerksamkeit erregt, mit großer stimmlicher Kraft interpretiert. Die Schönheit seines Timbres und die Solidität seiner Stimme erlauben es ihm, die vielen Nuancen der Figur äußerst überzeugend darzustellen. Dies wird besonders deutlich, wenn er sich den Fragen des Dogen stellen und sich am Ende der Ratsszene selbst verfluchen muss (CD2, Track 4)”.

Original:

“Als eine von zwei wichtigen Baritonrollen - die Rolle des Paolo ist stark gesungen - macht der junge Italiener Marco Caria in Wien und anderswo Furore. Seine Klangschönheit und sein stimmliches Gewicht ermöglichen es ihm, die vielen Facetten seiner Rolle auf sehr befriedigende Weise darzustellen. Dies gilt insbesondere, wenn er sich den Fragen des Dogen widersetzt und sich am Ende der Szene in der Ratskammer selbst verflucht (CD2, Tr. 4)”.

Robert J Farr, MusicWeb-International

CD REVIEW: Giuseppe Verdi - SIMON BOCCANEGRA (D. Hvorostovsky, B. Frittoli, I. Abdrazakov, S. Secco, K. Smoriginas, M. Caria; Delos DE 3457).

Regisseur: Konstantin Orbelian